Schon in römischer Zeit stand ein Gutshof in Zuzgen.

Das erste christliche Gotteshaus wurde vermutlich im 8. Jahrhundert erbaut. Bei Ausgrabungen während der Restaurationsarbeiten von 1967/68 waren die ältesten Fundamentreste, auf denen ein Teil der Kirchenmauern jetzt noch steht ins 10. Jahrhundert datiert worden.

Die heutige Kirche wurde 1737 von der Fürstabtässin von Säckingen beim berühmten Deutschordensritter-Architekten Giovanni Gaspare Bagnato der Neubau einer Kirche in Auftrag gegeben. 

Dieser baute, da die Vorgängerkirche quasi zerfallen war ein einheitlich barockes Werk ohne auf ältere stilfremde Elemente Rücksicht nehmen zu müssen.

Tritt man durch das Hauptportal ins Innere , so öffnet sich der weite Raum glanzvoll und doch in ruhiger Pracht: eine einfache Saalkirche, über der sich ein schwungreich bemaltes Spiegelgewölbe öffnet. Der Hochaltar steht in einem eingezogenen Polygonalchor. Er stammt aus dem Umkreis des hochrheinischen Schnitzers Hans Freitag und ist in das Jahr 1740 zu datieren. Er ist noch in den leidenschaftlichen, kraftvollen formen des Spätbarock gehalten. Das Hauptbild, signiert von Hans Negele aus Waldshut stellt den Kirchenpatron St. Georg dar. Die Statue links - Johannes der Täufer, rechts - der Evangelist Johannes.

Im Tabernakel steht ein Kruzifix mit der trauernden Maria. 

 

Die Kanzel - ebenfalls im Umkreis Hans Freitags um 1740 entstanden - ist reich gegliedert und geschmückt. Am Korb vier ausgezeichnete Statuen der Evangelisten mit ihren Attributen, auf dem Schalldeckel ein prächtiger, kostbarer Posaunenengel.

Die Seitenaltäre gehören zu den besten Rokokoaltären in unserem Kanton und entstammen der Werkstatt des süddeutschen Bildhauers Matthias Faller (um 1775). Die Bilder werden Anton Morath zugeschrieben. Der Taufstein ist älter als die Kirche aus dem Jahr 1722.

 

Im November 1966 wurde mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten begonnen, die an Architekten, Denkmalpflege, Restauratoren und Handwerker größte Anforderungen stellten.

So dauerten alleine die Arbeiten an den Deckengemälden über fünf Monate. Oft mussten ganze Stücke herausgesägt und wieder eingesetzt werden. Der Fassadenputz musste Stück für Stück mit Messer und Spachtel abgelöst werden, damit die Bemalung sichergestellt werden konnte.

Besonders hervorgehoben seien Architekt W. Vogt (Allschwil), Denkmalpfleger Dr. P. Felder

(Aarau), Restaurator P.Fischer (Affoltern a.A.) sowie die eidgenössischen Experten

Hediger und Kaufmann. 

[Quelle: nach H. Gerny]

 

Im Schiff ist in einem großflächigen Bild die Aufnahme Mariens in den Himmel dargestellt.

Eine elegante Régence- Ummalung gibt dem kraftvollen Bild einen würdigen Rahmen. In schwungvollen Kartuschen sind um das Mittelbild die vier großen Kirchenväter gruppiert (Ambrosius, Gregor, Hironymus und Augustin). Im Chor befindet sich ein weiteres Deckengemälde, welches in feinster Darstellung die Verkündigung der Geburt Jesu an Maria bringt.